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Israel

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Archäologische Fundstücke beweisen, dass israelitische Königreiche auf dem Gebiet des heutigen Israel schon seit mindestens 1200 v. Chr. bestanden haben. Seither ist das Land vom jüdischen Volk bewohnt worden, wenn auch in stark variierender Anzahl und mit unterschiedlich starkem kulturellen und gesellschaftspolitischen Einfluss.

Der neuzeitliche Staat Israel ist jung. Im Anschluss an den Zweiten Weltkrieg strömten Wellen jüdischer Flüchtlinge aus Europa nach Palästina, welches die Briten unter einem 1922 erlassenen Völkerbundmandat verwaltet hatten. Im November 1947 beschlossen die Vereinten Nationen, Palästina in zwei unabhängige Staaten, einen arabischen und einen jüdischen, zu teilen, und die Heilige Stadt Jerusalem internationaler Jurisdiktion zu unterstellen. Der Abzug der britischen Truppen im Mai 1948, die Unabhängigkeitserklärung des Staates Israel und der anschließende Krieg zwischen den Arabern und Israel lösten eine massive Flüchtlingskrise aus und öffneten die Tür für die Entwicklung eines jüdischen Staates.

Bevölkerung. Über drei Viertel der sieben Millionen Einwohner Israels sind Juden. Das Land kann damit als ein Schmelztiegel jüdischer Einwandererkulturen aus Afrika, Asien, Europa und dem Nahen Osten gelten. Zu etwa 20 Prozent besteht die Bevölkerung Israels aus Arabern. Die meisten israelischen Araber sind sunnitische Muslime mit einem Bevölkerungsanteil von rund 16 Prozent. Die drusische Religionsgemeinschaft in Israel stellt etwa 1,5 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Zum Zeitpunkt der Gründung des Staates Israel wohnten rund 149.000 Christen im Land — fast 20 Prozent der Gesamtbevölkerung. Von den 750.000 Palästinensern, die zwischen 1948 und 1949 aus ihrer Heimat flohen, waren etwa 52.000 Christen, also etwa 35 Prozent der gesamten christlichen Bevölkerung oder 7 Prozent der Gesamtmenge der Flüchtlinge.

Heute zählen die israelischen arabischen Christen weniger als 150.000 Menschen und stellen damit etwa 2 Prozent der Gesamtbevölkerung Israels. Die größte Gemeinschaft unter ihnen bildet die melkitische griechisch–katholische Kirche mit geschätzten 95.000 Gläubigen. Zu den anderen gehören die armenisch–apostolische, griechisch–orthodoxe, lateinisch–katholische und maronitisch–katholische Kirche. Die Mehrzahl der arabischen Christen mit rund 110.000 Gläubigen lebt in Haifa, Nazareth und in Galiläa.

Rund 300.000 als Nichtjuden bezeichnete Menschen leben in Israel; die meisten sind aus traditionell orthodoxen Ländern Osteuropas ausgewandert. Es leben dort auch etwa 30.000 nicht–arabische Christen – Filipinos, Moldawier und Rumänen.



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Tags: Israel Christian-Muslim relations Arabs Jewish-Catholic relations